Diskussionen und Neuigkeiten

AtomMüllEndlager Asse: Werte von Cäsium-137 und Kobalt-60 stark erhöht

Die Strahlenschützer, so die Behörde, "haben sichergestellt, dass alle Schutzmaßnahmen ergriffen und eingehalten werden, die zur Sicherheit der Beschäftigten erforderlich sind". Über die Herkunft der lokalen Verseuchung rätseln die Experten noch. Dort, wo die hohen Cäsiumwerte gemessen wurden, registrierte das BfS auch leicht erhöhte Strahlung von Kobalt-60. Festgestellt wurde die gefährliche Cäsium-Belastung in einem Bohrloch, das der frühere Asse-Betreiber Helmholtz-Zentrum München eingerichtet hatte.

Das BfS will die in der Asse eingelagerten 126.000 Fässer Atommüll zurückholen, weil die Langzeitsicherheit nicht gegeben ist. Ob dies gelingt, hängt auch davon ab, ob die Bergleute viele Jahre ohne gefährliche Strahlenbelastung unter Tage arbeiten können. Nach Schätzungen wird die Rückholung mehrere Milliarden Euro kosten.


Quelle: Hamburger Abendblatt
Foto:
© dapd/DAPD

Atomkraft schnell ersetzbar ?

Die Bundesregierung hat beschlossen, die sieben ältesten AKWs zumindest vorübergehend abzuschalten. Auswirkungen auf die Stromversorgung sind dadurch nicht zu erwarten. Wir Grünen fordern, diese sieben sowie den Pannenreaktor in Krümmel sofort und endgültig stillzulegen, die Laufzeitverlängerung zurückzunehmen und den Atomausstieg zu beschleunigen.

Ist das möglich? Wie schnell könnten die AKWs auslaufen, und wie viele AKWs könnten sofort vom Netz gehen, ohne die Stromversorgung zu gefährden und ohne Deutschland zum Stromimportland zu machen.

Präsident des Umweltbundesamtes Flasbarth: Stopp für AKW bis 2017

Der Strombedarf in Deutschland könnte technisch schon in sechs Jahren über regenerative Energiequellen gedeckt werden. Das sagte Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes, auf NDR Info.

Autor/in: Kirsten Kahler  |  Sendedatum: 29.03.2011 06:49 Uhr