Eis verwandelt den Kanal in eine Sackgasse

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JR
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Eis verwandelt den Kanal in eine Sackgasse

da könnten die Donau-Stau-Kanalisier-Befürworter samt RMD AG noch etwas dazulernen, sollten sie aufmerksam die Zeitung lesen oder vielleicht sogar durch das Wasserschifffahrtsamt informiert worden sein ?

Nix g'naus woaß ma ned !

Aber spätestens nach der Bundestagswahl wird der Beschluß der damaligen Rot-Grünen Bundesregierung gekippt werden, falls die Bürgerlichen die schon sicher geglaubte Mehrheit bekommen, deshalb kann man ja mal auch zwischenzeitlich gegen den Ausbau sein, wie Herr Söder !

Eis verwandelt den Kanal in eine Sackgasse
Riedenburg, 26.1.2009: (DK) Seit dem vergangenen Wochenende ist der Main-Donau-Kanal zumindest teilweise wieder befahrbar. Von Kelheim aus, können die Schiffe wieder in die Wasserstraße einfahren. In Bachhausen ist allerdings noch immer Schluss.

Es war ein arbeitsreiches Wochenende für die Spezialisten des Wasserschifffahrtsamtes. Um 15 Uhr starteten sie am Freitag in Regensburg mit einem Eisbrecher in Richtung Dietfurt, um mit dem Spezialschiff den Weg für die Frachter frei zu machen, die in der Wasserstraße im wahrsten Sinne auf Eis lagen. Zuvor hatte das Gefährt dafür gesorgt, dass zumindest der Schiffsverkehr auf der Donau wieder einigermaßen reibungslos verlief.

Einige wollten allerdings offenbar nicht so lange warten. Ein Frachtschiff kämpfte sich, noch bevor der Eisbrecher kam, von der Donau aus den Kanal hinauf bis zur Lände in Haidhof. Dort wurde es mit Holz beladen und machte sich auf den Rückweg in Richtung Kelheim und weiter nach Österreich, wie Kai Bramhoff von der Riedenburger Außenstelle des Wasserschifffahrtsamtes berichtet. Vor allem im so genannten Oberwasser der Schleusen in diesem Kanalabschnitt trieben zu diesem Zeitpunkt noch Eisschollen. Stellenweise war auch die Fahrstrecke trotz Tauwetters noch immer großflächig zugefroren. Zuletzt war die Situation im Winter 2005/06 vergleichbar. Auch da kam der Eisbrecher zum Einsatz.

Eisbrecher unterwegs


Problematisch ist das Eis aber nicht nur für die Schiffe, sondern auch für die Schleusenanlagen. An den Wehren wurde deswegen in den vergangenen Wochen mit Sprudelanlagen versucht, das Wasser ständig in Bewegung zu halten, damit es nicht zufriert. Eisschollen, die gegen die Tore drücken, waren dennoch eine "enorme Belastung" für die Konstruktionen, wie Bramhoff erklärt. Von größen Schäden wurden die Schleusen allerdings offenbar verschont.

Spät in der Nacht auf Samstag kam der Eisbrecher schließlich in Dietfurt an. Bereits am Sonntag setzte er seine Fahrt Richtung Main fort. Dabei musste er sich teilweise noch durch geschlossene Eisdecken von zehn bis 15 Zentimeter Dicke schieben. Vor allem im Bereich des Ottmaringer Tals zwischen Dietfurt und Beilngries war es frostig.

Besonders dick ist das Eis nördlich von Bachhausen. Im Eisbericht von gestern warnt das Wasser- und Schifffahrtsamt Nürnberg in diesem Bereich vor Eisschollen mit einer Dicke von bis zu 45 Zentimetern. Im Bereich der Schleusen gibt es demnach sogar "zusammengeschobene Eisschollen", die über einen halben Meter stark sind. Auch wenn der Eisbrecher dort mittlerweile aktiv ist, hieß es gestern aus Nürnberg, dass eine Freigabe des Schiffverkehrs in diesem Bereich "derzeit nicht absehbar" ist. Schiffe, die weiter Richtung Main wollen, müssen deswegen warten. In Berching und Bachhausen stauen sich die Frachter.

Im Süden war der Kanal gestern zumindest bis zum Unterwasser Bachhausen wieder befahrbar. Allerdings nur eingeschränkt. Zwischen Berching und Kelheim verbot das Wasserschifffahrtsamt in Nürnberg eine Schleusung der Schiffe zwischen 20 und 6 Uhr. Nach wie vor gilt an den Schleusen dieses Abschnitts laut Eisbericht die Warnstufe II "Schifffahrt behindert". Viele Schiffe sind es derzeit ohnehin nicht, die von Kelheim aus in die Sackgasse einfahren. Und "von oben her kommt sowieso nichts", wie Bramhoff sagt.

Güterzug als Konkurrenz


Der Stillstand auf dem Kanal bedeutet für Firmen, die auf Lieferungen über die Schifffahrtsstraße angewiesen sind, enorme Einbußen. Eine Woche falle dabei nicht ins Gewicht, so Bramhoff. Wenn aber für mehrere Wochen nichts mehr geht, wird die Situation auch für die Kanal-Betreiber kritisch. Es besteht nämlich die Gefahr, das Kunden auf die Bahn umsteigen und ihre Waren mit Güterzügen transportieren.

Da Einzelfahrten mit dem Zug teurer sind als der Transport über den Kanal, bietet die Bahn ihren Kunden Ermäßigungen an, etwa wenn sich eine Firma ein ganzes Jahr vertraglich an den Schienentransport bindet. So besteht nach Auskunft von Bramhoff die Gefahr, dass den Kanal-Betreibern durch die vorübergehende Unterbrechung dauerhaft Kunden verloren gehen.

Quelle Donaukurier - Johannes Hauser
Edited by JR on 12.03.2011 - 10:42