2007-12-08 Leukämie ist ein grausames Kinderschicksal

Atomreaktor Isar 1 schnell stilllegen!



München, Donnerstag, 08.12.2007: Das Risiko von Kleinkindern an Leukämie zu erkranken verdoppelt sich in der Nähe von Atomkraftwerken. Eine Politik, die für sich in Anspruch nimmt, alles für unsere Kinder zu tun, darf angesichts dieses klaren Ergebnisses nicht zur Tagesordnung übergehen.

Eike Hallitzky: „Das gilt natürlich auch für die beiden Reaktoren im niederbayerischen Ohu bei Landshut. Vor allem bei dem Reaktor Isar 1 handelt es sich um einen bereits 30 Jahre alten, das heißt: uralten Siedewasserreaktor, der spätestens 2011 ohnehin vom Netz muss.“

Auch Rosi Steinberger, Kreisvorsitzende der Grünen im Landkreis Landshut, sorgt sich um die Kinder der Region und betont: „Alte Reaktoren wie Isar 1 leiden nicht nur unter erheblicher Materialermüdung sondern auch unter zahlreichen konstruktionsbedingten Mängeln. Zudem fliegen regelmäßig viele Flugzeuge auf ihrem Weg vom und zum Münchner Flughafen über den Reaktor, dessen Hülle nicht gegen Flugzeugabstürze gesichert ist – ein Unding, auch angesichts der derzeitigen Pläne für eine 3. Startbahn in München.“

Und jetzt das doppelte Leukämierisiko. Hallitzky fordert Konsequenzen, „weil Leukämie ein grausames Kinderschicksal ist. Die Grünen werden nach den klaren Ergebnissen des Bundesamtes für Strahlenschutz im Landtag unsere Forderung nach einer schnellen Stilllegung von Isar 1 zur Diskussion stellen. Die Staatsregierung sollte hier im Interesse unserer Kinder mitziehen.“





 




BAYERISCHER LANDTAG
ABGEORDNETER EIKE HALLITZKY
Mitglied im Ausschuss für Staatshaushalt und Finanzen
niederbayerischer Abgeordneter der Grünen Fraktion