2009-11-14 Blauzungenimpfung - Sanktionen-Verzicht gefordert

Grüne beschäftigen sich mit Blauzungenimpfung

Nachdem aufgrund einer entsprechenden Bundesratsinitiative aus Bayern und neun weiteren Bundesländern die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit ab kommendem Jahr voraussichtlich auf freiwilliger Basis erfolgen wird, fordern die Landkreis-Grünen einen sofortigen Stopp der Sanktionen gegen Impfverweigerer.

„Diese Entscheidung war längst überfällig. Der hartnäckige Widerstand der vielen Landwirte aus unserer Region trägt endlich Früchte", freut sich die Vorsitzende der Grünen im Landkreis Landshut, Rosi Steinberger.

Jetzt müsse Landrat Eppeneder als Konsequenz aus dieser Entscheidung aber auch umgehend dafür Sorge tragen, dass die Bauern, die ihre Bestände bisher nicht impfen haben lassen, nicht länger kriminalisiert würden. Mit der Abschaffung der Impfpflicht würden sich die behördlichen Zwangsmaßnahmen aus den letzten zwei Jahren praktisch erledigen. Ein Festhalten an den Sanktionen würde niemand verstehen und schon gar nicht für glaubhaft halten", so Steinberger.

Die Grünen haben sich von Anfang an für die Freiwilligkeit der Impfung ausgesprochen. „Wer impfen will, soll auch in Zukunft impfen dürfen", betont Günther Sandmeyer, Co-Vorsitzender im Kreisverband. Der Staat müsse in Zukunft ebenso wie bei der Impfpflicht die daraus entstehenden Kosten übernehmen. Außerdem sollten künftig nur noch Impfstoffe beschafft werden, die keine kritischen Quecksilberverbindungen beinhalten, fordert Steinberger.

Rosi Steinberger
Bezirksvorsitzende Grüne Niederbayern

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