2010-10-04 Frauen in die Politik: CSU kann von den Grünen lernen

Frauen in die Politik: CSU kann von den Grünen lernen

Auf dem Bezirksparteitag in Landshut hat CSU-Bezirkschef Manfred Weber die Einführung einer Frauenquote als bürokratisch und unpraktikabel bezeichnet. Die Niederbayern-CSU hat statt einer Quote eine Resolution verabschiedet, in der gefordert wird, dass die Partei weiblicher und jünger werden muss.

Frauen haben einen anderen Politikstil, sie sind kommunikativer und denken in größeren Zeiträumen. Gerade diese Eigenschaften finden immer mehr Wählerinnen und Wähler bei den „weiblichen“ Grünen und nicht bei der CSU!

„Wie es funktioniert, den Frauenanteil deutlich zu erhöhen, kann sich Herr Weber bei den Grünen abschauen“, meint dazu Rosi Steinberger, Bezirkschefin der Grünen. In fast allen Gremien seien die Grünen mit vielen Frauen vertreten, in Niederbayern sind es knapp 40 Prozent, im Bundestag 55 Prozent und im Deggendorfer Kreistag wie auch im Stadtrat sogar 66.6 Prozent.

„Die Resolution hätte man sich sparen können“, sagt Josef Rosner, der sich den Grünen-Bezirksvorsitz mit Frau Steinberger teilt. „Die CSU-Männer sollen lieber gleich zugeben, dass sie keinen „Zipfel der Macht“ abgeben wollen. Das wäre offener und ehrlicher gewesen.“

Rosi Steinberger, Josef Rosner
Vorsitzende der Grünen in Niederbayern