Erwin Huber hat heute im Untersuchungsausschuss zur Affäre um die Pleitebank Hypogroup Alpe Adria ausgesagt. Dazu erklären Rosi Steinberger und Josef Rosner, Vorsitzende der Grünen in Niederbayern: „Es ist unglaublich, mit welcher Arroganz ein ehemaliges Mitglied des Verwaltungsrats hier alle Mitschuld von sich weist“, sagt Rosi Steinberger.
„Erwin Huber hat unserer Ansicht nach klar seine Sorgfaltspflicht verletzt und mit seinen Kollegen im Verwaltungsrat den bayerischen Steuerzahler Milliarden gekostet.“
Es spricht schon für eine unglaubliche Dreistigkeit und Unbelehrbarkeit, wenn Huber sich jetzt hinstellt und auch noch behauptet, er wäre ein engagierter und kritischer Verwaltungsrat gewesen. „Dass ein Verwaltungsrat kritisch ist, setzen wir für dieses wichtige Amt eigentlich voraus“, so Josef Rosner, Niederbayernchef der Grünen. „Allerdings setzen wir auch voraus, dass dieser angeblich so engagierte Verwaltungsrat dann auch zu den entscheidenden Sitzungen erscheint. Und das hat Huber nicht getan.“
Es habe genügend Hinweise gegeben, dass der Kauf der HGAA hochriskant war, so die Grünen. Jetzt alle Schuld auf die Weltwirtschaftskrise zu schieben ist billig und verantwortungslos. „Die Fähigkeit, Fehler einzugestehen und Verantwortung zu übernehmen, fehlt Erwin Huber offensichtlich völlig.“ Die bayerischen Wähler werden hoffentlich bei den nächsten Wahlen dieser „Arroganz der Macht“ eine saftige Abfuhr erteilen.
Rosi Steinberger, Josef Rosner
Vorsitzende der Grünen in Niederbayern