Hackschnitzel

Pellethersteller gehen auf Konsolidierungskurs

15.01.2009 Nach einer Rekordproduktion von 1,5 Mio. t Holzpellets im vergangenen Jahr setzen die deutschen Produzenten von Holzpellets jetzt auf Konsolidierung. Der Deutsche Energie-Pellet-Verband (DEPV) rechnet für 2009 nicht mit weiteren Steigerungen bei der Pelletproduktionsmenge.

Das sei auch eine Folge der gegenwärtigen Einschnittzurückhaltung in der deutschen Sägeindustrie, so der DEPV weiter. Auch wenn durch einen Rückgang der Sägetätigkeit weniger Holzspäne anfielen, wolle die Pelletbranche den benötigten Rohstoffanteil auf dem bisherigen Niveau halten. Dazu haben bereits einige Hersteller ihre Rohstoffbasis um Hackschnitzel ! erweitert.

Aufgrund einer höheren Inlandsnachfrage haben die Pelletproduzenten den Export in der zweiten Hälfte des Jahres 2008 deutlich reduziert und mit 900.000 t rund 60% ihrer Pellets in Deutschland verkauft. Aus Verbandssicht habe vor allem die Zunahme bei gewerblich und kommunal genutzten Pelletheizungen in Deutschland zu einer Steigerung der Nachfrage geführt. "Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend auch im kommenden Jahr so fortsetzen wird", sagte der DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele.

Quelle: DEPV

Bayerischer Rechnungshof nimmt Hackschnitzel ins Visier

München, 3.12.2008: Der Bayerische Oberste Rechnungshof kritisiert in seinem jüngsten Jahresbericht die Förderung für Hackschnitzelheizungen. Die Förderung solle eingestellt werden, da diese wirtschaftlich betrieben werden können. Der Rechnungshof beruft sich auf eine Studie des Bundesumweltministeriums, die Heizwerken mit Kesselleistungen über 150 kW den Bedarf an Förderung abspricht. Nach Ansicht des Rechnungshofes habe sich die Unterstützung von rund 300 Hackschnitzelheizungen in Bayern in den vergangenen 15 Jahren zu einer Breitenförderung entwickelt. Für die 182 Projekte seit 2002 wurden 23,8 Mio. € bewilligt, wovon 16,8 Mio. € aus Landes- und 7 Mio. € aus EU-Mitteln stammten. Darüber hinaus prangern die Finanzwächter die schlechten Abgaswerte kleinerer Hackschnitzelanlagen an.

Im Landwirtschaftsministerium verneint man die Breitenförderung. Da jedes Projekt individuelle Planungen und Lösungsansätze verlange, sei der Demonstrationscharakter gegeben.

Hackschnitzel für Futtertrocknung und Fernwärme

Das neue Biomasseheizkraftwerk der Futtertrocknungsgenossenschaft Ruderatshofen/Allgäu dient nicht nur zur Futtertrocknung, sondern versorgt jetzt auch den Schlepperhersteller AGCO-Fendt mit Wärme. 19 Millionen Euro hat die Genossenschaft mit ihren 662 Mitgliedern in die Gesamtanlage investiert. Mit 24.000 Tonnen Holzhackschnitzel pro Jahr werden rund 20.000 Tonnen trockenes Futtergut, zwei Megawatt Strom und bis zu 25 000 Megawattstunden Fernwärme produziert. Geplant ist, das Fernwärmenetz für weitere Abnehmer auszubauen.

Rund vier Millionen Tonnen Holz werden in Bayern pro Jahr für die Energiegewinnung eingesetzt. Eine Hälfte davon ist Restholz, das sonst im Wald verrotten würde. Die andere Hälfte sind Reste der Holzindustrie sowie Altholz, das früher zum Teil nicht mehr wirtschaftlich verwertbar war.
(Stmlf)
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