Binnenschiffer

Binnenschiffer machen sich unglaubwürdig

Landshut, 13.1.2009: (RS) Die Binnenschiffer beschwören regelmäßig den Untergang des Abendlands, wenn es um die strittige Frage des Donauausbaus geht. Wenn es keine Staustufen gebe, so der Tenor des Berufsverbands, wäre die Donau bei Niedrigwasser mit voll beladenen Schiffen nicht befahrbar. Dies hätte gravierende Folgen für die wirtschaftliche Situation der Binnenschifffahrt, wenn nicht gar ganz Niederbayerns.

Nun macht das Eis den Schiffern einen dicken Strich durch die Rechnung. Denn nun geht auf absehbare Zeit gar nichts mehr auf dem Kanal. „Dazu muss man natürlich wissen, dass ein kanalisierter Fluss wesentlich schneller zufriert und auch die Schleusen im Winter ein sehr großer Schwachpunkt für die Schiffbarkeit sind“, erklärt Toni Hofreiter, Verkehrsexperte der grünen Bundestagsfraktion. Die frei fließende Donau ist übrigens immer noch schiffbar.

Wer nun meint, dass das Aufheulen der Binnenschiffer groß ist, hat sich gewaltig getäuscht. „Nicht so schlimm“, meinen sie. Die Abnehmer von Kohle und Eisenerz hätten sich schon im Herbst mit Vorräten gut eingedeckt. „Ich frage mich schon, welch große Katastrophe es dann sein soll, wenn im Sommer die Schiffe nicht voll beladen werden können“, sagt Rosi Steinberger, Bezirksvorsitzende der Grünen in Niederbayern.

„Da die Binnenschiffer in der Regel nur Massengüter wie Kohle und Eisenerz transportieren, ist das Problem des Niedrigwassers doch durch eine vernünftige Lagerhaltung ganz einfach in den Griff zu bekommen“, schließt sich Stefan Haug, Co-Vorsitzender im Bezirk an. Für die Kanalisierung der Donau ist zumindest dieses Argument nicht mehr stichhaltig.

Rosi Steinberger - Bezirksvorsitzende der Grünen Niederbayern

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