CO2-Ausstoß

Verleihung des Leitsterns 2008 - Erneuerbare Energien

Osterhofen, 12.11.2008 (JR) Bayern hat beim Bundesländervergleich zur Entwicklung der erneuerbaren Energien den 3. Platz belegt. Das Bundesländer-Ranking, das die Agentur für Erneuerbare Energien in diesem Jahr zum ersten Mal bekannt gab, berücksichtigt u. a. die bisherigen Ausbauerfolge, aber auch landespolitische Ziele und Förder-Programme. Gewinner des verliehenen „Leitsterns 2008“ ist das Land Brandenburg.

„Das Ranking zeigt deutlich: Bayern könnte noch mehr hinsichtlich des Pioniergeistes für Erneuerbare Energien tun“, erklärt der Energiepolitische Sprecher der Grünen Niederbayern, Josef Rosner, zu dem Bundesländervergleich. „Obwohl Bayern die Bronzemedaille errungen hat, fordern wir Grünen die neue Landesregierung auf, den Ausbau der erneuerbaren Energien ganz vorne auf ihre Prioritätenliste zu setzen. Dazu gehört u. a. Hemmnisse im Umgang mit Windkraftwerken vor allem im Bayerischen Wald aus dem Weg zu räumen. Gerade hier im Bereich Hemmnisvermeidung liege Bayern nämlich auf dem drittletzten Platz!“

„Bayern sollte die Entwicklung, welche die Erneuerbaren Energien auch als Wirtschaftsfaktor nehmen, nicht ungenutzt lassen“, betont Rosner. So lag der Inlandsumsatz bundesweit im vergangenen Jahr bei rd. 25 Milliarden Euro. 250.000 Menschen arbeiten mittlerweile in der Branche. Der Anteil der Erneuerbaren am Stromverbrauch beträgt schon jetzt ca. 15 Prozent, in Bayern sogar bei 20 Prozent. Der gesamte energiebedingte CO2-Ausstoß in Deutschland wäre ohne den Einsatz Erneuerbarer Energien um 15 Prozent höher. Rosner: „Diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. In der Studie wird bemängelt, dass es in Bayern keine Landesagentur gibt, welche den Technologietransfer, das Anstoßen neuer Entwicklungen und die Überwindung von Defiziten in Information, Ausbildung und Erfahrung unterstützen könnte. Bayern liegt auch hinsichtlich des politischen Engagements für die Erneuerbare Energien-Branche und den EE-Studiengängen nur auf dem vorletzten Platz, dafür gebührt der Landesregierung ein „Leitstern“.“

Josef Rosner · Osterhofen · MdBezirksvorstand Grüne Niederbayern
Energiepolitischer Sprecher


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Papierindustrie fordert Gratis-CO2-Zertifikate

Österreich, 07.10.2008 - 17:36 - Für die vollständige Gratiszuteilung von CO2-Zertifikaten auch in der dritten Phase des EU-Emissionshandels ab 2013 sprachen sich Spitzenvertreter der österreichischen Papierindustrie im Rahmen eines Medienseminars aus. „Die geplante umfassende Versteigerung bedroht unsere Wettbewerbsfähigkeit. Wir können die Kostenbelastung nicht auffangen und brauchen rasch eine starke Allianz für Klimaschutz und Arbeitsplätze", forderte Dkfm. Wolfgang Pfarl, Präsident der Austropapier – Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie. Er beklagte eine Benachteiligung gegenüber Papierfabriken außerhalb der Europäischen Union. Nach dem Willen der Europäischen Kommission soll die Industrie ab 2013 schrittweise die Emissionszertifikate in Auktionierungen kaufen müssen. Dadurch werden sich die Produktionskosten in einzelnen Branchen, so auch der Papierindustrie, deutlich erhöhen.

„Die Papierindustrie ist eine Leitbranche der „Low Carbon Economy“ mit nachweislich höchster Energieeffizienz und hohem Bioenergie- Anteil. Klimaschutz darf für uns nicht zum Standortkiller werden! Wenn alle Zertifikate gekauft werden müssen, wäre die Papierherstellung in Österreich nicht mehr kostendeckend“, unterstrich DI Dr. Max Oberhumer, Geschäftsführer der Sappi Austria Produktions Ges.m.b.H. und Austropapier-Energiesprecher.

DI Franz Tauber, Technischer Direktor Mondi Europe & International und Präsident der ÖZEPA, der Österreichischen Vereinigung der Zellstoff- und Papierchemiker und –techniker, stellte klar: „Der verpflichtende Kauf der Zertifikate, auch für die Eigenerzeugung von Strom in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, würde die österreichische Papierindustrie mit jährlichen Kosten von bis zu 100 Millionen Euro belasten, abhängig vom tatsächlichen Ausmaß der Auktionierung und dem CO2-Preis. Dazu kommen die Mehrkosten durch steigende Energiekosten sowie durch die Verteuerung der Rohstoffe Holz und Altpapier.“

Austropapier repräsentiert – gemeinsam mit dem Fachverband der Papierindustrie - die Unternehmen der österreichischen Papierindustrie. 27 Betriebe erzeugen jährlich über fünf Millionen Tonnen Papier, Karton und Pappe. Sie stellen fast 10.000 Arbeitsplätze direkt bereit und tragen zur Einkommenssicherung von hunderttausenden Menschen in der heimischen Forst- und Holzwirtschaft, in der Papier und Pappe verarbeitenden Industrie und dem Druck- und Grafik-Sektor bei.

Quelle: Austropapier

Klimaschutz: EU-Auflagen für Abgase verteuern Autos

Klimaschutz: EU-Auflagen für Abgase verteuern Autos



Brüssel, 19. Dezember 2007: Die deutschen Autohersteller müssen den Abgas-Ausstoß ihrer Fahrzeuge massiv senken. Die EU-Kommission hat am Mittwoch in Brüssel Pläne vorgelegt, die Hersteller großer Wagen beim Klimaschutz deutlich stärker in die Pflicht nimmt als deren Konkurrenten mit zumeist Kleinwagen.

Der Kommissionsvorschlag sieht vor, dass ein Fahrzeug mit dem doppelten Gewicht eines Kleinwagens nur 60 Prozent mehr CO2 ausstoßen darf. Ziel der EU ist es, dass Neuwagen bis 2012 in der EU knapp ein Fünftel (19 Prozent) weniger CO2 ausstoßen als heute. Die Vorschläge müssen nun von den Mitgliedstaaten beraten und verabschiedet werden.

Nach eigenen Berechnungen der EU-Kommission werden die Klimaschutz-Auflagen den Preis eines Neuwagens um durchschnittlich 1.300 Euro in die Höhe treiben. Durch sinkende Spritkosten könnten jedoch über die Lebenszeit eines Autos durchschnittlich 2.700 Euro eingespart werden, erklärten Experten der Brüsseler Behörde.

Quelle: N24.de, dpa, AP

Thermische Energien ungenutzt verpuffen lassen ?

bei den meisten landwirtschaftlichen Biogasanlagen wird die thermische Energie ausser für Prozeßwärme ungenutzt über Tischkühler in die Umwelt verpufft. 2 Cent pro kW werden normalerweise bezahlt, wenn die Wärme abgenommen wird. Mit diesem Preis kann kein Landwirt überzeugt werden, langfristig Energie zu liefern bzw. Lieferverträge einzugehen.

Zur Info: mit einem Liter Heizöl · zum Preis von derzeit 67 Cent · können 10 kW erzeugt werden. Andersherum gerechnet hat ein kW einen Wert von 6,7 Cent. Berücksichtigt man noch den CO2-Ausstoß beim Verbrennen des Heizöls, ist die Verwendung der Thermischen Energie bezüglich der Umweltbilanz fast ein Muss.

Biogasanlagen haben einen Wirkungsgrad von 40% elektrisch und 60 % thermisch. Anlagen mittlerer Größe erzeugen in durchschnittlich 7.200 Stunden/Jahr in etwa 2.000.000 kW Strom. Damit fallen bei der Produktion automatisch 3.000.000 kW Wärme an, hauptsächlich aus der Kühlung der Motoren. Zieht man die Prozesswärme ab, benötigt für die Erwärmung der Biomasse beim Gärprozess und die Beheizung der Rohrleitungen, verbleiben 2.500.000 kW. Diese Energie entspricht - bei einem Verhältnis von 1:10 - einer Menge von 250.000 Litern Heizöl.

Die An- bzw. Einbindung bei der Planung von Nahversorgungskonzepten ist daher ein absolutes Muss bei entsprechender Vergütung.

Josef Rosner




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