Deutsche Bahn

Zahlreiche Politiker fordern Mehdorns Rücktritt

Grünen-Fraktionschef Fritz Kuhn. „Mehdorn hat überzogen, deshalb muss er zurücktreten !“


Berlin, 16. Januar 2008: Der Druck auf Bahnchef Mehdorn wächst. Weil er für Stellenabbau und saftige Preiserhöhungen plädiert hat, fordern immer mehr Politiker seinen Rücktritt. Mehdorn sei bockig und unbelehrbar, übertreibe bei den Kosten des Tarifabschlusses. Schlecht für den Bahnchef: Die Kritik kommt aus fast allen Parteien.

Politiker der Grünen, der Linken und der SPD haben die Entlassung von Bahnchef Mehdorn gefordert. Bei seinem Rundumschlag gegen die Tarifeinigung mit den Lokführern habe sich Mehdorn „wie ein Rumpelstilzchen bockig und unbelehrbar“ verhalten und zudem falsche Behauptungen aufgestellt, sagte
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Auch der Verkehrsminister kritisert Mehdorn


Verkehrsminister Tiefensee mahnte Mehdorn erneut zur Mäßigung. Mehdorn sei gut beraten, den Erfolg der Tarifeinigung mit der Lokführergewerkschaft GDL nicht kaputt zu reden, sagte der SPD-Politiker im ZDF. Die wirtschaftliche Kraft der Bahn sei in der Tarifvereinbarung berücksichtigt; ein Zugewinn müsse auch bei den Beschäftigten ankommen. Tiefensee bescheinigte Mehdorn aber auch, ein guter Manager zu sein.

Quelle: Welt-Online

Bahnprivatisierung · Finanzinvestor kauft 50 Bahnhöfe in Hessen

Frankfurt, 6. Dezember 2007: Die Deutsche Bahn hat 50 Bahnhöfe in Hessen verkauft und damit fast jeden zehnten ihrer insgesamt 470 Bahnhöfe und Haltepunkte im Land. Die Gebäude gingen nach Angaben eines Bahn-Sprechers vom Donnerstag an ein Bieterkonsortium aus dem Londoner Finanzinvestor Patron Capital und dem Hamburger Immobilienentwickler Procom Invest. Der Kaufpreis wurde nicht mitgeteilt.

Bahnprivatisierung

Nach dem Stopp-Zeichen des SPD-Parteitags Ende Oktober wurde das Holding-Modell aus dem Hut gezogen, das tatsächlich ein Modell zur Trennung von Bahnbetrieb und Transport von der Infrastruktur (Schienen, Bahnhöfe etc.) darstellt. Zu diesem Modell sind nur wenige Eckpunkte bekannt, die von Koalitionspolitikern gegenüber Journalisten genannt wurden.

Genauso unklar ist, wer dieses Modell ins Spiel brachte. Die Urheberschaft wird abwechselnd Bahnchef Hartmut Mehdorn, Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) oder Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) zugeschrieben.
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