Landshut/Osterhofen, 23.3.2011: (rs/jr) Als das AKW Isar 1 am letzten Freitag vollständig herunter gefahren wurde, kam es zu einem Problem in der Nachbetriebsphase. Der Füllstand des Kühlwassers im Reaktordruckbehälter hatte sich abgesenkt und löste dadurch eine Schnellabschaltung aus. Das Auffüllen des Kühlwassers funktionierte zum Glück.
„Es führt also schon zu Problemen, wenn Isar 1 ordnungsgemäß und ohne Zeitdruck herunter gefahren wird“, sagt Rosi Steinberger, Bezirksvorsitzende der Grünen in Niederbayern. Erst fünf Tage nach dem Störfall hat der Betreiber uns wieder einmal glaubhaft versichern wollen, dass dies kein nennenswerter Zwischenfall war. Aber ein Verlust des Kühlmittels um die Brennstäbe führte genau zu den verheerenden Folgen, die wir täglich in Fukushima beobachten müssen. Die Auswirkungen auf die Bevölkerung sind inzwischen jedem bekannt, sogar in 30 km Entfernung werden derzeit über 300 Millisievert pro Stunde gemessen. Das ist eine Dosis, die den „zulässigen“ Jahreswert von 2 Millisievert weit übersteigt.
Die Nachrichten über die Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima machen fassungslos und wütend. Bundeskanzlerin Merkel kündigte sehr vage an, die Sicherheit der deutschen AKWs überprüfen zu wollen. Doch die Konsequenz aus Fukushima kann nur sein: AKWs abschalten – und zwar jetzt. Unterzeichnen Sie den Appell von Campact!
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel,
7.9.2010 (rs) Mit dem Beschluss, allen AKWs längere Laufzeiten zu bescheren, hat sich die Bundesregierung vollständig in die Hände der Stromkonzerne begeben. Noch in der Nacht zum Montag habe der Energieberater der Kanzlerin mehrmals bei den Strombossen angerufen, ob sie wohl mit dem ausgehandelten Kompromiss einverstanden seien, berichtet die Frankfurter Rundschau.
| 18.05.2009 11:30 | |
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18.05.2009 13:30 |
Antwort:
Der Bundesregierung ist ein Fall im Ausland bekannt, in dem in einem Kernkraftwerk der Anlagen·Prozessrechner mit einem Computervirus infiziert war. Dadurch war zunächst das Anzeigesystem für Sicherheitsparameter: beeinträchtigt und fiel für einige ~Stunden aus: Ebenfalls war der Anlagen-Prozessrechner für ca. 6 Stunden nicht verfügbar. Die automatisierten Sicherheits- und Betriebsfunktionen der Anlage waren hiervon nicht beeinträchtigt. Die Schadsoftware drang über eine ungeschützte Datenverbindung ein und nutzte eine nicht rechtzeitig geschlossene Sicherheitslücke eines Datenbankprogrammes. Entsprechende Software zum Schließen dieser Lücke war verfügbar.
Antwort:
Kernkraftwerke können grundsätzlich kurzfristig hoch- und runtergefahren werden, auch in folge von starken Fluktuationen in der Stromerzeugung. Das häufige Hoch und Runterfahren ist jedoch mit starken Materialermüdungen verbunden, so dass die Atomkraftwerke vorzugsweise mit Vollast betrieben werden. Die Anlagensicherheit hängt u. a. vom Materialermüdungsgrad ab. Da das rauf und runterfahren die Materialermüdung beschleunigt, würde die Lebensdauer der Anlage bei häufigem Lastwechsel erheblich reduziert. Die atomrechtlichen Aufsichtsbebörden lassen sich regelmäßig darüber berichten, Inwieweit die Materialermüdung fortgeschritten ist.
| 07.03.2009 09:30 | |
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07.03.2009 15:00 |